Das Jagdschloss Quitzin wurde an uralter Siedlungsstelle auf einem Gewölbe aus dem 13. Jahrhundert errichtet. Hier stand eine alte Burganlage, die von einem Wassergraben umgeben war. Das 1607 gebaute Renaissancehaus der Grafen Küssow wurde im 18. Jahrhundert zum barocken Jagdschloss erweitert. Es liegt nach Auflösung des Barockparks heute in einem romantischen Landschaftspark. |
Die Familie erzog und beriet die pommerschen Herzöge und beteiligte sich aktiv am diplomatischen Dienst unter den Schweden und dem Kaiser am politischen Geschehen Europas. |
August Ferdinand Graf v. Küssow
1755 - 1815
Clara Viktoria Gräfin v. Küssow geb. v. Glafey
1769 - 1852
Von den Erben erwarb der preußische Kammerherr Werner v. Veltheim die Güter Quitzin und Rolofshagen.
Ihm folgten seine Söhne Franz und ab 1921 Burghard v. Veltheim aus Schönfließ.
Burghard v. Veltheim Schönfließ u. Elisabeth v. Veltheim geb. v. Alvensleben
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Trotz aktiver Teilnahme am deutschen Wiederstand, mehrerer Verhaftungen, Beobachtung durch die GESTAPO und Ausweisung durch die SS in den letzten Kriegstagen konnte er seinen Besitz in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg nicht weiter bewirtschaften. Er blieb seines ganzen Vermögens beraubt.
Das Jagdschloss Quitzin diente in den ersten Jahren als Flüchtlingslager. Der heutige Jagdsaal wurde für Feierlichkeiten des Dorfes, die kleine Bibliothek als Bar genutzt.
1972 belegte die Zivilverteidigung die Hälfte des Hauses und nutzte es als Lager. Die ZV ließ zu diesem Zweck das alte Mansarddach abtragen und durch ein Wellasbest-Walmdach mit Brettbindern ersetzen. Die Fenster wurden entweder zugemauert oder mit starken Eisengittern aus Schutz vor Diebstahl gesichert. Stuckarbeiten an der Außenfassade, sowie in der "Belle Etage" wurden aus idiologischen Gründen entfernt.
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Kurz vor der Wende pflanzte die Forstverwaltung auch noch den Park als "Wald" mit Fichten, Erlen und Lärchen zu. Die 150 Jahre alte Kastanienallee, die auf das Haus zuführte, wurde abgeholzt, weil die Dorfbewohner "herabfallende Äste" fürchteten. Ebenso wurde ein alter Eiskeller - ehemals frühdeutscher Turmhügel - von einem Nachbarn einplaniert.
In der Wendezeit bot der damalige Bürgermeister die Ruine der Tochter des letzten Besitzers zum Kauf an. Mit entsprechenden Sanierungsauflagen erwarb es schließlich der Enkel Burghard Rübcke von Veltheim.
Mit seiner Frau Friederike, geb. Freiin von Blomberg, und den Kindern Amelie-Alexandra, Friedrich, Julius und Benedikt bewirtschaftet er heute wieder einen großen Teil des alten Betriebes, den er von Siedlern und der BVVG zurückpachten konnte.
Nach vierzehnjähriger harter aber liebevoller Aufbauarbeit der Familie Rübcke von Veltheim ist das Jagdschloss nun wieder ein Kleinod Vorpommerns. Hier entstanden nicht nur der Lebensmittelpunkt der sechsköpfigen Familie, sondern auch geräumige, stilvolle Appartements und gemütliche Ferienwohnungen.
Der Hausherr ist Pfarrer und Landwirt.
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